Glossar

Bring Your Own License (BYOL)

Was ist Bring Your Own License?

Im Kern bezeichnet Bring Your Own License (BYOL) ein Lizenzmodell, bei dem Unternehmen ihre Lizenzen flexibel lokal bzw. in der Cloud einsetzen können. Daneben kann es eine Plattform für die Verwaltung von BYOL-Lizenzen geben, die eine detaillierte Berichterstattung zur Nutzung wie zur Lizenzgültigkeit oder der Benutzereffizienz bietet.

Zentrale Merkmale von BYOL

  • Größere Flexibilität: Dank echter Lizenzmobilität können Unternehmen ganz einfach von einem Dienst zum anderen migrieren – und müssen sich keine Gedanken über die Verwaltung mehrerer Lizenzen für ein Produkt auf mehreren Plattformen bzw. bei mehreren Diensten machen.
  • Keine/Geringere Anschaffungskosten: Wenn Softwarelizenzen gemeinsam genutzt und migriert werden können, bedeutet das beim Hochskalieren von Software immense Einsparungen bei den Anschaffungskosten. Gleichzeitige Lizenzen für mehrere Dienste können die Ausgaben erheblich in die Höhe schnellen lassen – mit BYOL können Unternehmen dieses Problem umgehen.
  • Mehr Freiheit bei der Nutzung: Im Rahmen der Lizenzbedingungen können Unternehmen viel freier entscheiden, wie sie einen Dienst nutzen wollen.
  • Detaillierte Verfolgung und Berichterstattung: Da die Verwaltung vollständig in der Cloud erfolgt und einzelne Softwarekopien nicht mehr notwendig sind, lässt sich die Gültigkeit und Nutzung von Lizenzen viel leichter nachverfolgen.

Beim Migrieren zu Azure ermöglicht Microsoft seinen Benutzern mittlerweile beispielsweise, ihre aktuellen Windows Server-Lizenzen für in Azure verwaltete Cloud-Server zu nutzen. Dieses Feature gesellt sich damit zu weiteren bereits vorhandenen Leistungen, die das Unternehmen bietet, wie Migrieren von einem SQL-Server oder von SharePoint.

Ein weiterer großer Cloud-Anbieter, Amazon, stellt keine eigenen BYOL-Lizenzen aus, sondern eine neue Möglichkeit bereit, die eigenen Elastic Compute Cloud-Instanzen BYOL-kompatibel zu nutzen, indem sie bestimmten Workloads zugeordnet werden. Damit können Lizenznehmer ihre Software zu AWS mitnehmen, ohne dass ihre Lizenzen ungültig werden.

Vorzüge von BYOL

Bei zahlreichen herkömmlichen Softwarelizenzen besteht das Problem, dass sie eingeschränkte Richtlinien haben. Häufig ist eine Lizenz an einen bestimmten Server oder Servertyp (z. B. lokale Server) gebunden, so dass sie bei einer Bereitstellung in der Cloud nicht einfach wiederverwendet werden kann, sondern dies gegen die Lizenzvereinbarung verstößt.

Mit BYOL-Lizenzen können Benutzer Lizenzen flexibler zuweisen: etwa einem physischen Server (dedizierter Host) mit Containern oder mehreren virtuellen Maschinen. Anschließend können Sie dann bestimmte physische Server festlegen und wiederverwenden, wobei die vorhandenen Lizenzen eingehalten werden.

Warum Bring Your Own License für Sie wichtig ist

Da BYOL vorhandene Lizenzen nutzt, lassen sich mit dem Modell die Kosten und Risiken verringern, die häufig mit dem Umzug zu einem Cloud-Dienst verbunden sind. Weil es keine 1:1-Verknüpfungen zwischen Lizenz und Hardware mehr gibt, erhöht sich die dedizierte Ressourcenverfügbarkeit erheblich. Das hilft Unternehmen wiederum dabei, Compliance-Anforderungen zu erfüllen und Kosten zu reduzieren.

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Wie Barracuda Sie unterstützen kann

Barracuda CloudGen Firewall, Web Application Firewall und Email Security Gateway können in die Public-Cloud-Umgebungen von Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud Platform (GCP) eingerichtet werden. Der Erwerb und die Bereitstellung von Barracuda Produkten ist im Rahmen des BYOL-Modells (Bring Your Own License-Modell) möglich. Weitere Preismodelle wie Pay-as-you-go (PAYG) und getaktete Abrechnung sind ebenfalls verfügbar.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Bring Your Own License? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!