Was ist Cloud-Datenschutz?

Cloud Security, auch bekannt als Cloud Data Protection, bezeichnet die Gesamtheit der Strategien, Technologien und Richtlinien, die zum Schutz von Informationen eingesetzt werden, die in Cloud-Umgebungen gespeichert, verarbeitet oder übertragen werden.  

E-Mails werden über Microsoft 365 abgewickelt, Kundendaten werden in Salesforce gespeichert und kritische Anwendungen basieren auf Plattformen wie Amazon Web Services (AWS) oder Google Cloud. Angesichts der Tatsache, dass im Jahr 2022 bereits 60 % aller Unternehmensdaten in diesen Umgebungen gespeichert waren und diese Zahl weiter steigt, kann man mit Sicherheit sagen, dass Cloud-Dienste eine zentrale Infrastruktur darstellen.

Diese Abhängigkeit von der Cloud-Infrastruktur birgt jedoch auch eine Reihe von grundlegend anderen und komplexen Risiken. Daten können durch eine einfache Fehlkonfiguration, gestohlene Zugangsdaten oder eine fehlende Backup-Richtlinie offengelegt werden – alles außerhalb des traditionellen Netzwerkperimeters.

Die Bewältigung dieser anhaltenden Risiken ist genau der Grund, warum die kollektiven Strategien der Cloud-Security so entscheidend sind. Die Einzelheiten dieser Strategie umfassen eine Kombination aus Technologien und Richtlinien, die sicherstellen sollen, dass die Daten erhalten bleiben:

  • Vertraulich (durch Steuerung, wer darauf zugreifen kann).
  • Unversehrt (durch Verhinderung unautorisierter Änderungen oder Datenlecks).
  • Verfügbar (durch sichere Backups, die wiederhergestellt werden können, wenn – und nicht falls – ein Vorfall eintritt).

Um diese Strategie effektiv anzuwenden, müssen Sie jedoch zuerst verstehen, wer für was verantwortlich ist. Dies führt zum wichtigsten Konzept im Bereich Cloud-Sicherheit.

Das Modell der geteilten Verantwortung

Die gemeinsame Verantwortung ist das wichtigste Konzept im Bereich der Cloud Security und gleichzeitig das am häufigsten missverstandene. Alle großen Cloud-Anbieter (AWS, Microsoft Azure, Google Cloud) nutzen ein Modell der geteilten Verantwortung.

Einfach ausgedrückt:

  • Der Cloud-Anbieter ist für die Sicherheit der Cloud verantwortlich. Dies umfasst ihre globale Infrastruktur, die Hardware, die Rechenzentren und die von ihnen betriebenen Kerndienste. Sie stellen sicher, dass die physischen Server nicht ausfallen und dass das zugrunde liegende Netzwerk sicher ist.
  • Sie, der Kunde, sind für die Sicherheit der Daten in der Cloud verantwortlich. Dazu gehört alles, was Sie in der Cloud speichern:                      
    • Ihre Daten: Kategorisierung und Datenschutz.
    • Ihr Zugriff: Wer hat Zugriffsdaten und Berechtigungen (Identitäts- und Zugriffsmanagement, oder IAM)?
    • Ihre Konfigurationen: Richten Sie Firewalls und Netzwerkregeln korrekt ein.
    • Ihre Anwendungen: Patches und Absicherung des von Ihnen ausgeführten Codes.
    • Die Wiederherstellbarkeit Ihrer Daten: Sichern Sie Ihre Daten.

Viele Teams denken, dass ihr Cloud-Anbieter ihre Daten automatisch sichert. Das tun sie aber nicht – zumindest nicht so, wie es für die Wiederherstellung nach einem Angriff oder versehentlichem Löschen erforderlich ist. Wenn ein Mitarbeiter eine Datei löscht oder Ransomware Ihr Microsoft 365-Postfach verschlüsselt, liegt die Wiederherstellung in Ihrer Verantwortung, nicht in der von Microsoft. Das Erkennen dieser Lücke ist der erste Schritt zum Aufbau einer echten Datenschutzstrategie in der Cloud.

Warum Datenschutz in der Cloud so wichtig ist

Sobald man seine Verantwortung verstanden hat, wird klar, warum eine solide Strategie für Datensicherheit in der Cloud unerlässlich ist.

  • Es steht mehr auf dem Spiel als je zuvor: Unternehmen speichern ihre „Kronjuwelen“ in der Cloud: Kundendatensätze, Finanzdaten und geistiges Eigentum. Da sich so viele wertvolle Daten an einem Ort befinden, sind die Auswirkungen und Kosten einer Sicherheitslücke in der Cloud oft deutlich höher als bei Vorfällen in lokalen Systemen.
  • Bedrohungen richten sich auf die Cloud: Angreifer gehen dahin, wo die Daten sind. Sie suchen aktiv nach häufigen Schwachstellen wie falsch konfigurierten Speicher-Buckets oder Phishing, um sich Zugangsdaten von Mitarbeitern zu verschaffen. 
  • Versehentlicher Verlust passiert (oft): Nicht jeder Datenverlust hat einen kriminellen Hintergrund. Ein Administrator kann versehentlich eine kritische Datei löschen, oder ein Synchronisationsfehler kann einen gesamten Ordner beschädigen. Ohne eine geeignete Backup-Strategie könnten diese Daten für immer verloren sein. 
  • Compliance und Kundenvertrauen stehen auf dem Spiel: Vorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), der Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) und der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) verschwinden nicht einfach, nur weil sich Ihre Daten in der Cloud befinden. Sie sind weiterhin für den Schutz personenbezogener Daten verantwortlich. Wer das versäumt, riskiert hohe Geldstrafen, rechtliche Probleme und – was vielleicht am schlimmsten ist – den Verlust des Kundenvertrauens.
  • Die Geschäftskontinuität hängt davon ab: Wenn ein Ransomware-Angriff Ihre Cloud-Dateien sperrt oder ein Ausfall einen Dienst lahmlegt, wie schnell können Sie Ihre Arbeit wieder aufnehmen? Guter Datenschutz in der Cloud bedeutet, dass Sie Ihre Daten aus einem sauberen Backup wiederherstellen und den Betrieb innerhalb von Minuten oder Stunden, nicht Tagen oder Wochen, wieder aufnehmen können.

 

Die größten Herausforderungen für Datensicherheit in der Cloud

Der Schutz von Daten in der Cloud ist oft komplexer als die Verwaltung von On-Premise-Servern. Hier sind die größten Herausforderungen für die Cloud Security, denen IT- und Sicherheitsmanager gegenüberstehen.

  • Fehlkonfigurationen und menschliches Versagen: Das ist die häufigste Ursache für Datenschutzverletzungen in der Cloud. Es ist erschreckend leicht für einen Administrator, versehentlich einen Speicher-Bucket öffentlich zu lassen oder eine Zugriffsregel festzulegen, die zu freizügig ist. Laut Gartner werden im Jahr 2025 99 % der Cloud-Sicherheitsausfälle nicht auf das Verschulden des Anbieters, sondern auf das des Kunden zurückzuführen sein.
  • Eingeschränkte Transparenz und Kontrolle: Wenn sich Ihre Daten auf einer Infrastruktur befinden, die Sie nicht besitzen, ist es schwierig zu wissen, wo sie sich alle befinden. Daten werden über mehrere Clouds und Software-as-a-Service-Apps (kurz SaaS) verteilt, wodurch eine „Sichtbarkeitslücke“ entsteht, die es schwierig macht, den Zugriff zu überwachen und Richtlinien konsistent durchzusetzen.
  • Inkonsistente Multi-Cloud- und Hybrid-Security: Ihr AWS-Team hat möglicherweise andere Security-Richtlinien als Ihr Azure-Team, und beide unterscheiden sich wahrscheinlich von Ihrer On-Premise-Konfiguration. Diese Inkonsistenz erzeugt Lücken und Komplexität und macht es Angreifern leicht, eine Schwachstelle zu finden. Das ist eine zentrale Herausforderung bei der Datensicherheit in der Hybrid-Cloud.
  • Risiken von Datenverlust und Datenlecks: Hier geht es nicht nur um Hacker. Es geht darum, dass ein Mitarbeiter versehentlich eine vertrauliche Datei mit dem gesamten Internet teilt oder dass ein kompromittiertes Konto unbemerkt Ihre gesamte Kundenliste exportiert. Ohne passende Kontrollmechanismen kann das solange unentdeckt bleiben, bis es zu spät ist.
  • Komplexes Identity- und Zugriffsmanagement: In der Cloud ist Identität der neue Perimeter. Die Verwaltung, wer (Nutzer, Anwendungen, Dienste) auf welche Daten aus Tausenden von Ressourcen zugreifen kann, ist unglaublich komplex. Ein einziges Konto mit großen oder vielen Privilegien kann zu einem katastrophalen Sicherheitsverstoß führen.

 

Bewährte Vorgehensweisen für die Datensicherung in der Hybrid Cloud

Um sich gegen diese Probleme zu wehren, braucht man eine vielschichtige, strategische Verteidigung. Hier finden Sie die die wichtigsten erprobten Maßnahmen für einen soliden Data Protection-Plan für die Hybrid-Cloud, die in einem logischen Ablauf organisiert sind.

  1. Entdecken und klassifizieren Sie Ihre Daten: Sie können nichts schützen, von dem Sie gar nicht wissen, dass Sie es haben. Der erste Schritt besteht darin, Tools zu verwenden, um alle Ihre Daten in allen Cloud-Diensten zu entdecken – Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und SaaS. Sobald die Daten gefunden wurden, werden sie nach Vertraulichkeit (z. B. personenbezogene Daten (PII), öffentlich, intern, vertraulich) kategorisiert, damit Sie Ihre Bemühungen priorisieren und die strengsten Kontrollen auf Ihre wichtigsten Daten anwenden können.

  2. Implementieren Sie strenge Zugriffskontrollen (Zero Trust): Gehen Sie davon aus, dass Sie bereits kompromittiert wurden. Setzen Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) universell durch, insbesondere für Administratoren. Verwenden Sie das „Prinzip der geringsten Berechtigung“. Jeder Nutzer und jede Anwendung sollte nur die Mindestzugriffsrechte haben, die sie unbedingt für ihre Arbeit benötigen.

  3. Alles und überall verschlüsseln: Verschlüsselung ist unabdingbar. Stellen Sie sicher, dass Daten „im Ruhezustand“ (im Speicher) und „während der Übertragung“ (Übertragung über das Netzwerk) verschlüsselt sind. Selbst wenn Angreifer die Daten stehlen, sind sie auf diese Weise unlesbar und für sie nutzlos.

  4. Verstärken Sie Konfigurationen und verwalten Sie Ihre Sicherheitslage: Da Fehlkonfigurationen das größte Risiko darstellen, müssen Sie Ihre Cloud-Security-Lage aktiv verwalten. Nutzen Sie Tools wie Cloud-Security Posture Management (CSPM), um automatisch nach Fehlkonfigurationen und Sicherheitslücken zu suchen. Erhalten Sie klare Anleitung dazu, wie Sie diese Probleme beheben können.

  5. Implementieren Sie robustes Backup und Katastrophenwiederherstellung: Das ist Ihr ultimatives Sicherheitsnetz und ein zentraler Teil Ihrer Verantwortung. Verlassen Sie sich nicht auf den Papierkorb Ihres Cloud-Anbieters. Sie benötigen eine separate, sichere und unveränderliche Kopie Ihrer Daten. Das ist Ihr einziger echter Schutz gegen Ransomware, bösartige Insider und größere versehentliche Löschungen. Ihr Plan sollte alle kritischen Daten abdecken, insbesondere in SaaS-Anwendungen wie Microsoft 365.

  6. Überwachen Sie kontinuierlich und planen Sie Ihre Reaktion: Stellen Sie Werkzeuge ein, um Protokolle ungewöhnlicher Aktivitäten zu überwachen, wie zum Beispiel ein Nutzer, der sich aus einem neuen Land anmeldet, oder das Herunterladen von Tausenden von Dateien um 3 Uhr morgens. Haben Sie einen dokumentierten Incident Response-Plan, damit Ihr Team genau weiß, was zu tun ist, sobald eine Bedrohung erkannt wird.

  7. Nutzertraining und Sensibilisierung: Technologie allein reicht nicht aus. Da menschliches Versagen das größte Risiko darstellt, müssen Sie Ihr Team schulen. Administratoren benötigen Schulungen zur sicheren Konfiguration, und alle Nutzer benötigen Schulungen darüber, wie sie Phishing-E-Mails erkennen können, die versuchen, ihre Cloud-Zugangsdaten zu stehlen.

Bleiben Sie geschützt mit Barracuda Cloud-to-Cloud Backup

Die Umsetzung all dieser Maßnahmen ist enorm wichtig, aber wie wir gesehen haben, ist ein zuverlässiges Backup Ihr ultimatives Sicherheitsnetz. Sie entspricht direkt Ihrer Verantwortung und stellt die letzte Verteidigungslinie dar, wenn andere Kontrollmechanismen versagen. Hier kommt Barracuda Cloud-to-Cloud Backup ins Spiel.

BARRACUDA Cloud-to-Cloud Backup ist eine speziell entwickelte, Cloud-native Lösung, die Ihnen einen vollständigen und einfach zu verwaltenden Schutz für Ihre Microsoft 365-Daten bietet. Es wurde entwickelt, um genau die Lücke zu füllen, die das Modell der geteilten Verantwortung Ihnen zur Bewältigung überlässt. Es bietet eine sichere, automatisierte Datensicherung mit unbegrenztem Speicherplatz, sodass Sie sich nach einem Datenverlust schnell erholen können.

Zu den Hauptfunktionen gehören:

  • Sichere, zentralisierte Backups: Sichern Sie automatisch alle Ihre Microsoft 365-Daten – einschließlich Exchange Online, SharePoint, OneDrive, Planner und Teams – in eine separate, sichere und verschlüsselte Cloud.
  • Granulare und schnelle Wiederherstellung: Stellen Sie schnell alles Benötigte wieder her – sei es eine einzelne E-Mail, eine bestimmte Datei oder das gesamte Postfach eines Benutzers – auf eine saubere Version von einem bestimmten Zeitpunkt.
  • Vollständige Ransomware-Resistenz: Die Backups werden in einem unveränderlichen Format gespeichert, sodass Angreifer, die in Ihr Konto eindringen, sie weder verändern noch löschen können. Die integrierte Scanfunktion prüft auch vor der Wiederherstellung auf Malware.
  • Benutzerfreundlichkeit: Als einfache SaaS-Lösung gibt es keine Hardware oder komplexe Software zu verwalten. Sie können Ihre Backup-Richtlinien in wenigen Minuten festlegen und sich wieder Ihrem Tagesgeschäft widmen, indem Sie Ihre Strategie für die Data Protection in der Hybrid Cloud optimieren.

Für Organisationen mit lokalen Servern (physisch oder virtuell) bietet Barracuda Backup außerdem eine hybride Gerät-zu-Cloud-Lösung. Es verbindet die Geschwindigkeit lokaler Backups mit der Security der Cloud. Es schützt physische Server, VMware/Hyper-V-virtuelle Maschinen und geschäftskritische Anwendungen.

Schützen Sie noch heute Ihre Microsoft 365-Daten mit einer kostenlosen Testversion von Barracuda Cloud-to-Cloud Backup.

Sind wissen noch nicht genau, was Sie benötigen? In unserem Webinar „Wie Cloud-Native Backup für schnellere Datensicherheit sorgt“ erfahren Sie, wie Sie Ihre Wiederherstellung beschleunigen können.

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